Ich schlage die Augen auf, schaue auf die Uhr. Es ist 6.26 Uhr. Es herrscht völlige Stille. Plötzlich kräht ein Hahn um 6.27 Uhr. Der Sonnenaufgang soll heute 6.57 Uhr sein. Das könnte ich schaffen. Aufgestanden. Kurz einen Espresso warm gemacht und los.







War der gestrige Abend so schön und intensiv mit den Momenten in der Natur – so geht es heute früh gerade so weiter. Ich kann mich nicht satt sehen und mag alles in mich aufsaugen.

Ich habe schon viel über die Salzherstellung von Meersalz durch Trocknungsprozesse gehört und gelesen. Doch heute komme ich zum ersten Mal selbst damit in Berührung.




Und dann nach über eine Stunde verabschiede ich mich mit einer kleinen Verneigung von „meinem Strand“,

Denn nun geht es weiter auf der Reise.
Erst einmal heißt es Frühstück machen, aufräumen, abspülen und so weiter. Und inzwischen ist es entgegen der Vorhersage schon am Morgen sehr warm. Um 12.00 Uhr rolle ich dann vom Platz mit Major John. Es geht wieder Richtung Portugal.
Seit dreieinhalb Wochen habe ich keinen Tropfen Regen mehr gesehen. Mal sehen wie es heute wird. Die Wettervorhersage bringt gelegentliche Schauer. Doch mein Plan ist einfach unter den Wolken und eventuellen Schauern drunter durch zu fahren und so lange weiter zu fahren, bis das Wetter besser wird. Ich fahre und fahre und fahre. Plötzlich einige Tropfen auf der Scheibe. Doch das war es auch schon. Der Plan gelingt. Die Wolken verschwinden und das Wetter wird wirklich besser!
Gegen 18.30 Uhr komme ich am Rande von Lissabon an und fahre auf einen Campingplatz.
Als ich meinen Tisch auspacke und neben dem Womo in die Abendsonne stelle, bemerke ich plötzlich, dass ich sogar ein wenig das Meer sehe. Wie cool ist das denn! Das hatte ich vorher gar nicht bemerkt. Um so mehr freue ich mich. Wärme das Essen von gestern auf, setze mich an den Tisch und genieße das Ankommen und das Abendessen.

Doch der Sonnenuntergang naht schon wieder. Hier in Portugal kommt er ja eine Stunde früher so gegen ca. 21.03 Uhr heute. Also schnell das Fahrrad geschnappt und ab zum Strand.

Immer wieder trüben Wolken den Sonnenuntergang. Ich sitze einfach da und schaue auf das Meer, die Wellen und die Wolken. Und dann sehe ich noch zwei sehr schöne Motive.


Das erste Tag auf der Reise, an dem ich sowohl Sonnenauf- als auch Sonnenuntergang miterlebt habe.

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