Heute, in der Nacht zum 12. Juni 2026, gab es viel Wind. Mehr als die Wetter-App angekündigt hatte. Meine Markise war ausgefahren und fing an Geräusche zu machen. Ich dachte mir, das wird schon und in der Nacht wird der Wind in der Regel weniger. Wurde er aber leider nicht. So hatte ich eine schlechte Nacht. Die Spanier waren bis 0.50 Uhr aktiv, draußen laut am reden und feiern. Dann bin ich irgendwann eingeschlafen und um 4.10 Uhr wieder aufgewacht, weil der Wind so an der Markise gezerrt und laut knarzende Geräusche gemacht hat. Mitten in der Nacht draußen etwas zu ändern, ist auch kein wirklicher Spaß. Also habe ich mich durchgehangelt, immer mal wieder eingeschlafen, aufgewacht, eingeschlafen, aufgewacht – so ging das bis es 9.10 Uhr war. Dann müde aufgestanden.
Hier auf dem Campingplatz und in dieser Region ist es so schön, dass ich gestern schon beschlossen habe, noch einen ganzen Tag hier zu bleiben. Der Plan ist, den Vormittag gemütlich zu verbringen, nachmittags wieder an den Strand zu gehen und vielleicht etwas zu lesen und am Abend vielleicht den Sonnenuntergang anschauen.
Bis 15.00 Uhr klappt auch alles wie geplant, Doch dann kommt der große (Hitze) Hammer. Waren es gestern entspannte 25 Grad mit leichtem Wind. So entwickelt sich heute die Temperatur viel extremer. 29 Grad, 30 Grad Außentemperatur im Schatten, im Womo ständig ca. 32 Grad, obwohl ich alle Fenster zum Lüften aufreiße. Ich bin unfähig was zu tun und gehe in eine Art künstliches Standby – ich bin zwar da und sitze vor dem Wohnmobil im Schatten, doch ich bin unfähig irgendwas zu tun. Kann nicht denken, nichts planen, nichts unternehmen, nicht einmal lesen klappt. Ich mache Siesta. Mein Körper fährt alle Funktionen auf ein Minimum herunter, Das ist der erste heiße Tag seit Granada auf dieser Reise. Ich dachte, ich hätte mich schon etwas an die wärmeren Temperaturen gewöhnt. Nichts dergleichen. Von wegen Strand. Ich fange sogar an heißen Tee zu kochen, weil doch die Nomaden in der Wüste immer Tee trinken. Doch das hilft auch nichts. höchstens schwitzen kann ich davon mehr. Doch da kein Wind kommt, nützt das auch nichts. Also einfach weiter da sitzen und abwarten. Erst gegen 17.00 Uhr wird es langsam ein wenig besser und erst gegen 19,00 Uhr schaffe ich es an den Strand zu gehen. Die meisten Einheimischen sind so gegen 18.00 Uhr an den Strand gegangen.




Ich freue mich auf ein abkühlendes Bad. Doch das Wasser ist so dermaßen kalt für meinen wohl ziemlich aufgeheizten Körper, dass ich es nur 1 Minute schaffe, im Wasser zu bleiben. Danach gehe ich noch ein wenig mit dem Fahrrad die Gegend erkunden und erlebe sehr schöne Momente ganz alleine in der Natur.






Und plötzlich überkommt mich wieder diese schöne Gefühl wie letztes Jahr in Schottland. Ich fühle mich so mit der Natur und mit allem Ringsherum verbunden und fühle mich so erfüllt. Ich spüre einen inneren Frieden und denke wieder, verrückt, wie wenig der Mensch eigentlich braucht um… ja was zu sein. Mir fallen viele verschiedene Wörter ein. Doch das Wichtigste ist, ich kann es in mir drinnen ganz deutlich spüren. Und das ist das Entscheidende. Das Denken schaltet sich aus und ich bin einfach nur da – es ist herrlich so zu stehen, zu schauen, still zu sein. Jetzt könnten noch ein paar Delphine um die Ecke kommen…
Ich sehe auch einige. Doch es sind nur kleine Felsen, die immer wieder mal vom Meer überschwemmt werden und es so aussieht, als würden zwei Delphine mal auftauchen und dann wieder abtauchen…
Dann setzt das Denken wieder ein und Wörter fallen mir wieder ein. Der Mensch braucht so wenig um… „zufrieden zu sein“ – „glücklich zu sein“ – „erfüllt zu sein“ – „relaxt zu sein“ – „in sich zu ruhen“ – „inneren Frieden zu spüren“ -„ eins mit der Natur zu sein“ – „universelle Liebe spüren“ – „eins mit dem Universum zu sein“ – „ das Göttliche fühlen“ – „All-Eins sein“ – doch egal wie man es nennt, es ist einfach wunderschön!





Hinterlasse einen Kommentar