Heute ist Sonntag. Neuer Tag, neues Glück. Gleich am Morgen sehe ich 14 rote Kajaks am Flussufer unten liegen. Und wir haben unser eigenes aufblasbares Kajak auch mit dabei. Doch mein Rücken sagt eindeutig „NEIN“. Und so verwerfe ich meinen Plan, auf dem Zêzere ein paar hundert Meter flußabwärts mit dem Kajak zu fahren bis zur Mündung in den Tajo / Tejo. Dem großen Fluss, der bis nach Lissabon führt und dort ins Meer fließt. Tajo heißt er in Spanien, wo er herkommt. Tejo in Portugal. Deshalb die unterschiedlichen Schreibweisen. Vielleicht ein anderes Mal!
Hanna hat schon neue Pläne geschmiedet. Sie möchte noch einmal auf eigene Faust Porto erkunden. Sie bucht sich online ein Hostel. Wohingegen wir eher den etwas ruhigeren Campingplatz vorziehen im Norden von Porto, wo wir schon einmal auf dieser Reise waren. Er liegt schön nah am Flughafen. Denn die Abreise von Hanna und Andrea nähert sich langsam.
Da wir auf einen Kaffee, ein Croissant und eine Toilette spekulieren, steuern wir einen nahegelegenen Supermarkt an. In Portugal gibt es in jedem Supermarkt eine Toilette und die Märkte haben auch Samstags und Sonntags geöffnet. Der Plan gelingt und so frühstücken wir am Supermarkt. Zum „Nachtisch“ schlachten wir die exotisch aussehende Drachenfrucht.

So exotisch und lecker, wie sie aussieht, schmeckt sie nicht. Doch man kann sie auch anderweitig nutzen.


Auch bei diesem Supermarkt sind die Preise in Ordnung und so tanken wir erneut voll für 1,81 €.
Wir beschließen ein wenig Landstraße zu fahren, damit wir etwas mehr von dieser Gegend sehen.




Wieder ein ganz anderes Portugal, welches wir hier erleben.
Doch da man erfahrungsgemäß auf den kleinen Straßen nur sehr langsam voran kommt, gehen wir wieder auf die Autobahn und halten Kurs Richtung Porto.
Die ca. 220 km brauchen ihre Zeit und so kommen wir erst am Spätnachmittag in Porto an. Hanna hat für uns eine kleine Sackgasse, ca. 20 m lang, in Google Maps ausgekundschaftet, wo wir gut halten können. Es ist erstaunlich, wie genau die junge Generation sich mit dem Handy in einer fremden Stadt zurecht findet, ohne jemals da gewesen zu sein. Auf ca. 10 m genau! Dann stellt sich eine gewisse Trauer und Abschiedsschmerz ein. Hanna verabschiedet sich nach Porto und ich weiß nicht, ob ich sie zum Abschied am Flughafen noch einmal sehen kann.
Da in zwei Tagen der Rückflug von Hanna und Andrea ansteht und ich leider nicht über diese Handy-Künste verfüge wie Hanna, fahren wir gleich einmal zum Flughafen mit Major John, um das Terrain zu erkundschaften auf herkömmliche Art und Weise. Es ist laut am Flughafen, ständig hupt einer, ein ständiges Ein- und Ausparken. Mühsam kämpfen wir uns durch das Gewimmel vor der Abflughalle. Bis wir schließlich ganz hinten größere Parkplätze für Menschen mit Behinderung und Busparkplätze finden. Das sieht gut aus, um mit dem Womo „anzulegen“. Wir haben für das ganze Manöver 15 Minuten Zeit und fahren wieder aus diesem Bereich. Upps – ohne das Parkticket einzuschieben – öffnet sich die Schranke automatisch. Automatische Kennzeichen Erkennung heißt das und es setzt sich immer mehr durch. Dadurch entfällt das lästige Einschieben des Parktickets am Ausgang eines Parkplatzes oder einer Tiefgarage.
Technische Weiterentwicklung ist nicht immer schlecht… Und wir denken, wir können es am Dienstag schaffen Andrea mit dem Wohnmobil zum Flughafen zu fahren.
Andrea und ich fahren dann weiter zum Campingplatz. Dort werden wir den morgigen Tag nutzen um noch ein wenig aufzuräumen und Andrea um zu packen für ihre Heimreise.

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