Heute früh fällt der Abschied schwer. Zwei schöne Nächte waren wir so wunderbar nah am Meer gestanden. Haben das Meer im Bett gehört. Und haben relaxt und die Seele baumeln lassen…
Da geht es mir plötzlich wieder, wie vor zwei Jahren bei unserer Rundreise Österreich, Kroatien, Montenegro, Albanien, Griechenland, Italien. Nach ein paar Tagen finden wir schöne Plätze und plötzlich überkommt mich die Sorge:“ Was wenn das hier heute der schönste Platz auf der ganzen Reise ist? Was wenn nichts schöneres nachkommt?!“ So geht es mir heute auch. Damals war das auch so und dann kamen noch viel schönere nach. Das beruhigt mich ein wenig und dann machen wir noch ein letztes Abschiedsbild von unserem Platz. Da wo eine Lücke ist, da standen wir.

Dann also den Blick nach vorne gerichtet. Es soll in Richtung Tarragona gehen. Das Wetter ist wieder zugezogen. Wir kämpfen uns aus dem Hinterland durch viele Kurven bis kurz vor Cadaques und überlegen kurz dort dem ehemaligen Wohnhaus von Dali auch noch einen kleinen Abstecher zu widmen. Da waren wir auf einer anderen Reise vor einigen Jahren schon. Dort ist auch ein schönes kleines und sehenswertes Museum entstanden. Doch aufgrund der vielen Kurven, die einfach sehr viel Zeit kosten, entscheiden wir uns dann doch weiter Richtung Autobahn zu fahren.

Wir quälen uns bei extrem dunklen Wolken durch dichten Verkehr und Stau rund um Barcelona und sind froh, dass wir uns nicht für einen Abstecher nach Barcelona entschieden haben. Dieses Jahr, in wenigen Wochen, wird ein weiterer entscheidender Bauabschnitt der Sagrada Familie fertig gestellt und eingeweiht.


Vor einigen Jahren konnten wir die Sagrada Familia bestaunen. Inzwischen hat sie den höchsten Turm aller Kirchen weltweit und das Ulmer Münster um einige Meter überflügelt. Gerne hätten wir uns das angeschaut. Doch das Wetter und der Verkehr sind nicht optimal. Gut entschieden. Denn anstelle eines schönen Ausfluges nach Barcelona sieht die Welt für uns plötzlich so aus:
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Es schüttet wirklich wie aus Kübeln und alle Verkehrsteilnehmer entscheiden sich den Warnblinker anzuschalten und die Geschwindigkeit auf ca. 40 km/ h zu reduzieren. Es dauert einige Minuten, dann wird der Regen schwächer. Noch eine halbe Stunde und plötzlich ist die Straße wieder trocken.
Von Stunde zu Stunde steigt nun das Thermometer und als wir in der Region um Tarragona ankommen zeigt es 23 Grad. Rekord unserer bisherigen Reise. Wir finden einen schönen Campingplatz nahe am Meer, checken ein und freuen uns über das doch noch schöne Wetter und den großen weitläufigen Strand.

Doch erst ist eine kleine Siesta angesagt für groß und klein.


Dann halte ich es nicht mehr aus! Anbaden ist angesagt. Gesagt, getan. Badehose gesucht und ab zum Strand.


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Anbaden war erfolgreich! Herrlich!
Nach dem kurzen Bad im 18 Grad temperierten Meer prickelt es schön auf meiner Haut und ich lege mich noch ein wenig in die Sonne.
Unglaublich wie schön es sich anfühlt nach dem gefühlt fast endlosen langen Winter in Deutschland. Endlich wieder Sonne, endlich wieder im Meer schwimmen, endlich Sonnenbaden am Strand! Wir schauen hoch in die Wolken.

Und wir genießen es beide sehr, bis es plötzlich dann doch gegen 19.00 Uhr etwas abkühlt und der Wind auffrischt. Ciao Strand – bis morgen früh – mal sehen was der morgige Tag so bringt.


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