In der Früh scheint die Sonne wunderbar und lockt mich früh aus dem Bett. Kaffee und ein lecker Milchschaum ergeben zusammen meinen Morgen Cappuccino und bringen mich auf Schwung. Und schon um 7.55 Uhr rollt Major John wieder vom Campingplatz. Leider sind die Umgehungsstraßen so gut ausgebaut, dass kein Bäcker zufällig am Rande auftaucht und ich mir ein leckeres französisches Croissant hätte holen können. Das Wetter bleibt sehr stürmisch. Doch immer wieder zeigt sich sich die Sonne und wir rollen durch die Provence Richtung Spanien. Oft fahren wir minutenlang an dem herrlich gelb leuchtenden Ginster entlang, der sich rechts und links der Autobahn ausgebreitet hat.

Nach einer Pause in Beziers erreichen wir gegen ca. 14.00 Uhr die spanische Grenze und landen gegen 15.00 Uhr in Figueres. Wir suchen und finden einen Parkplatz und los geht es mit dem Staunen!


Das heutige Museumsgebäude beherbergte in Dalís Kindheit das Theater der Stadt und war der Ort, an dem Dalí zum Teil aufgewachsen ist und seine Bilder zum ersten Mal ausgestellt wurden. Das Gebäude wurde während des Bürgerkrieges zerstört und blieb jahrzehntelang eine Ruine, bis Dalí und der Bürgermeister von Figueres im Jahr 1960 zusammen beschlossen, es als Museum wieder aufzubauen.
Das Museum öffnete im Jahr 1974 und wurde in den 1980er Jahren zunehmend erweitert. Dalí ließ sich sogar in der Krypta unter der Glaskuppel des Museums begraben.






Dali komponierte das Museo wie ein eigenes oder wie ein Gesamtkunstwerk. Es ist wirklich beeindruckend und nie langweilig. Es besteht nach meiner Ansicht höchstens die Gefahr der Reizüberflutung.


Die Sammlung beinhaltet laut Wikipedia die größte Sammlung von Dali Werken weltweit. Das ist echt beeindruckend. Kaum schätzbar welche Werte da in diesem Museum versammelt sind. Da haben wir uns nicht mehr gewundert, dass die Museumswärter und die Security mit echten Schusswaffen am Halfter ausgestattet waren. Doch trotz aller Sicherheitsvorkehrungen und trotz des großen Besucherandrangs ging es erstaunlich entspannt zu.



Freche Zeichnungen hängen sehr oft an den Wänden – auch das zeichnet Dali sicherlich aus



Nach so vielen Eindrücken sind wir langsam müde und verlassen das Museum wieder. Auch von außen ist es imposant.



Wir suchen nach einem Campingplatz in der Nähe und finden eine ganz besonderen Platz. Schon die Anfahrt ist ein Genuß.



Und dann kommen wir an.

Ziemlich genau 1.500 km haben wir nun seit Dienstag zurück gelegt und sind nun „endlich“ am Meer angekommen! Die Sonne scheint zumindest für eine Stunde und wir können es kaum glauben!

Ein kühles korsisches Kastanienbier zur Entspannung

Vom Wohnmobil-Nachbar nebenan erfahren wir, dass bis vor einer Stunde schlimmer Sturm war und der Campingplatz gestern regelrecht überfüllt. Nun da haben wir anscheinend richtig Glück gehabt.
Wir schauen auf das Meer und lauschen den Wellen.
Essen noch etwas zu Abend und dann kommt die Nacht.


Hinterlasse einen Kommentar